„Impfmuffel sind Volksfeinde“

Rolf Schwartmann ist Professor für Medienrecht an der Technischen Hochschule Köln und verdingt sich zuweilen als Kolumnist auf dem Internetportal web.de. Beides war mir unbekannt, bis ich mal wieder auf sciencefiles.org vorbeischaute und dort einen Artikel über Schwartmann und seine sehr individuellen politischen Ansichten lesen durfte.

In seiner Kolumne eruiert der Professor eine für die breite Bevölkerung relativ unwichtige und banale Frage: Wie gehe ich damit um, wenn ich in Corona-Belangen vermeintlich „privilegiert“ bin?

Darf ich ein Selfie von meiner Impfung auf Instagram oder Twitter posten? Von meinem Ferienhaus an der Ostsee? Oder bin ich da nicht privilegiert und erwecke Neid und Mißgunst?

In der erstaunlich schlichten Kolumne mit erstaunlich vielen Kommafehlern heißt es dann an einer Stelle:

Impfmuffel sind in der Pandemie Volksfeinde.

Wer würde dem widersprechen? Einige web.de-Leser taten dies offensichtlich und beschwerten sich über die etwas suboptimale Diktion des Herrn Schwartmann. Daraufhin verwandelte sich der Satz mit den Volksfeinden in eine deutlich harmlosere Version, die nicht mehr so ungute Assoziationen hervorruft:

Impfmuffel sind in der Pandemie verpönt.

Warum stehen web.de und Rolf Schwartmann nicht zu ihrer Hate Speech? Besonders taff ist das nicht. Und es geht doch schließlich auch um den Endsieg gegen das entartete Corona-Virus von der Insel. Ich würde es daher begrüßen, wenn wir künftig auch anderweitig verbal etwas aufrüsten würden.

Wie wäre es mit einem echten „Volkssturm“ gegen Corona? Ohne den die Wehrhaftigkeit des Volkskörpers zersetzenden Föderalismus?

Oder mit einem „Blitz-Lockdown“ und der „Endlösung der Virenfrage“? Hört sich doch alles viel plastischer und drastischer an als das blutleere „No Covid“ oder „Zero Covid“.

Ich lasse nur mal meine Gedanken spielen und liebäugele schon mit dem Posten des Reichsgesundheitsministers. Was eine web.de-Kolumne eines Medienrechtsprofessors so alles in einem auslösen kann.

 

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Leider findet man unter der Kolumne keinen Hinweis auf die unmerkliche Entfernung des Begriffes „Volksfeind“. Man ist daher völlig auf die Arbeit von Bloggern angewiesen, die Screenshots anfertigen und die Welt teilhaben lassen an der Wortgewalt von Hochschulprofessoren.

„Vielleicht bist Du einfach sehr, sehr dumm.“

Sophie Passmann ist eine Humor-Praktikantin des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die die Welt mit feministischen „Wahrheiten“ zu beglücken weiß und daher auch den ewigen, heiligen, metaphysisch-transzendental beglaubigten Gender Pay Gap kultisch verehrt, der das Weib immerdar knechten und dem Manne unterordnen werde.

Die Dame hat also ein äußerst kreatives Verhältnis zum Thema Wahrheit und ist daher auch in besonderem Maße dazu qualifiziert, für das „Zeitmagazin“ zu schreiben, wo sie monatlich eine Kolumne beisteuert.

Als SPD-Mitglied hat sie letztlich auch keine Alternative zur Totalverweigerung des Denkens und muß an all die schlimmen Benachteiligungen des weiblichen Geschlechts glauben, die nun mal zum Katechismus dieser exotischen Moralsekte gehören.

Für so eine Feministin wie Passmann ist es selbstredend auch eine Selbstverständlichkeit, an die sogenannte „geschlechtergerechte Sprache“ und all ihre Verheißungen und Begründungszusammenhänge zu glauben.

Als Feministin muß man ganz fest an diese Sprache glauben, denn allzu beliebt ist sie nicht im Volke. Und allzu intelligent sind die Postulate rundum diese Frankenstein-Sprache auch nicht, die bei immer mehr Moderatoren des Staatsfunks zu logopädischen Störungen führt.

 

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Sophie Passmann glaubt – wie im obigen Tweet zu sehen – inbrünstig daran, daß diese Sprache tatsächlich „gendergerecht“ sei, obwohl kein Mensch im Alltag so spricht und jeder gerne auf diese „Gendergerechtigkeit“ verzichtet.

Wir müssen also leider konstatieren, daß diese Dame nicht allzu intelligent sein kann. Nennen wir sie also gendergerecht ruhig etwas dämlich. Herrlich dämlich.

Ich persönlich kenne den Kontext der oben abgebildeten Hate Speech nicht. Aber ganz offensichtlich ist Frau Passmann der Meinung, daß Kritiker der „gendergerechten“ Sprache „sehr, sehr dumm“ seien. Vielleicht ist es ja genau umgekehrt, und man muß wirklich extrem dumm sein, wenn man auf diese lächerliche Kunstsprache und ihre absurd konstruierten und weltfremden Begründungen hereinfällt.

Frau Passmann war ihr Twitter-Haßverbrechen wohl nicht ganz geheuer, sodaß sie es schamvoll wieder gelöscht hat. Wo bleibt da die Frauenpower?

Männer sind da viel mutiger. Die posaunen es freimütig heraus, wenn sie jemanden für saudumm halten – und schämen sich nicht mal dafür.

Aber wir leben ja auch im Patriarchat.